Sonntag, 22. Oktober 2017

TRANSURBAN Festival Hagen 2017

TRANSURBAN
Urban Art in NRW





Es geht weiter nach Hagen

Mit Hagen erreicht das Kooperationsprojekt seine fünfte und vorletzte Station in
diesem Jahr. Ihsan Alisan, Initiator des Festivals Urban Heroes richtet das
TRANSURBAN – Veranstaltungsprogramm in Hagen aus. Schwerpunkt der Hagener
Ausgabe von TRANSURBAN ist die Frage nach dem Verhältnis von Urban Art – also
allem, was künstlerisch mehr oder weniger im Stadtraum und im Bezug zu diesem
statt findet – zur Fine Art – dem Teil der Kunst, den man in Museen und
Ausstellungshäusern erwartet: Kann Urban Art auch Fine Art sein, wie schafft man
einen gleichwertigen Umgang der beiden Richtungen, wie kann die Urban Art ein
größeres Thema in der Kulturpolitik werden, wie geht man mit wachsenden
Angeboten und Nachfragen von Urban Art im Kunstbetrieb um. Um diesen und
ähnlichen Fragen nachzugehen, realisiert Ihsan Alisan u.a. eine Ausstellung im
Osthaus Museum Hagen mit Aktionen im Innen- und im Außenraum.


Programm
16.09.-08.10.: Archivcontainer, Pelmke Kulturzentrum, Pelmkestraße 14, 58089
Hagen, Öffnungszeiten Di-Sa 12-18h
16.09.-8.10.: Muralpainting (Künstler: Martin Bender), Hagen Wehringhausen.
16.09., 16h + 8.10., 14h: Urban Contemporary Art Spaziergang, Hagen
Wehringhausen.
22.09., 18.30h: Ausstellungseröffnung: „About the Artist“ im Osthaus Museum
Hagen.
23./24.09 + 30.09./1.10.: Muralpainting Graffiti Wall of Fame, Kuhlestraße 1,
58089 Hagen.
26.09., 19 h: Stadtgespräch: „Urban Art in der Kulturpolitik“ im Kulturzentrum
Pelmke.
04.10., 20h: Kopfnickbar Transurban im Kulturzentrum Pelmke.

Ausstellung: "About the Artist",  Osthaus Museum Hagen
In dem Ausstellungsprojekt „About the Artist“ sind Künstler eingeladen, die im
Rahmen des URBAN HEROES Festival 2016 im öffentlichen Raum in Hagen
Kunstwerke geschaffen haben. Für die Präsentation werden eigens konzipierte
Werke und Performances gezeigt.
Die Hagener Urban Art Künstler Martin Bender und Jens Westip werden live im
Museum und auf dem Museumsplatz Kunstwerke mit Filzstiften und Sprühdosen
gestalten, der Kölner Künstler Lars Breuer wird einen Schriftzug an eine
Museumswand im Innenraum gestalten.
Die Kölner Künstlerin Linda Nadji wird eine Performance präsentieren, die sie
gemeinsam mit Tänzern erarbeitet hat, die mit einer Figurengruppe der Künstlerin
Milly Steger am Eingang des Hagener Stadttheaters und der Architektur des Museums beschäftigt.


Stadtgespräch: „Urban Art in der Kulturpolitik“,
26.09. ,19 h im Kulturzentrum Pelmke, Pelmkestr. 14, 58089 Hagen
 Lange wurde die Urban Art als eine Kunstrichtung der Subkultur angesehen. Doch
spätestens seit Unternehmen und Privatleute ihre Hausfassaden zur Verfügung
stellen, um sie von Künstlern gestalten zu lassen, konnte sich die Urban Art einen
Platz in der Stadtkultur erobern. Wandbilder und Graffitis prägen heute ganze
Stadtteile und sind nicht mehr aus dem urbanen Raum wegzudenken. Doch wie sieht
es mit der städtischen Förderung aus? Die meisten öffentlichen Mittel im Kultursektor
fließen in Theater, Oper, Museen und Ausstellungshäuser – Einrichtungen, die meist
nur Besuchern aus höheren Einkommensklassen oder einer gehobenen Bildungsschicht
zu Gute kommen.
Die Urban Art dagegen ist ein gemeinnütziges Gut: Brach liegende Fläche, Off-Spaces
und Hausfassaden werden neu genutzt, immer mit einem quasi politischen
Statement, welches lauten könnte: „Wem gehört die Stadt? Uns gehört die Stadt- uns
allen, jedem, der sich für einen Teil in seinem Wirkungsfeld stark macht.“ Nicht
zuletzt deshalb ist Urban Art fast immer politisch.
Welchen Stellenwert hat Urban Art also heute in der Kulturpolitik? In welche Richtung
wird gefördert und wie sind die Tendenzen 2018/19? Wird Urban Art bei der Vergabe
von Geldern irgendwann der so genannten Hochkultur gleichgesetzt?
Diese uns andere Fragen zur Kulturpolitik diskutieren folgende Gäste: Jürgen Breuer
(Leiter Kulturzentrum Pelmke), Margarita Kaufmann (Kulturdezernentin Stadt
Hagen), Linda Nadji (Künstlerin), Eva Maria Rapp-Frick (Verein Freunde des Osthaus
Museums), Ihsan Alisan (Kulturmanager). Moderation: Verena Maas.

TRANSURBAN 2017 - Die Termine im Überblick
Dortmund: 9.6. - 2.7.2017
Essen: 5.7. - 30.7.2017
Düsseldorf 8.8. - 26.8.2017
Köln 26.8. - 14.9.2017
Hagen 16.9. - 8.10.2017
Bochum 11.10. - 28.10.2017

Für detaillierte Informationen werfen Sie auch ein Blick auf die Website
www.trans.urban.de.
Bildmaterial erhalten Sie gerne auf Anfrage unter presse@trans-urban.de

Pressekontakt
TRANSURBAN
Jana Strippel
E-mail: presse@trans-urban.de
Cell: +49 (0) 179 6834958
Projektträger TRANSURBAN:
artrmx e.V., Hospeltstraße 69, 50825 Köln

Das Kooperationsprojekt TRANSURBAN wird im Rahmen des Förderprogramms
"Regionale Kulturpolitik NRW" vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des
Landes Nordrhein-Westfalen gefördert. An der Förderung beteiligt sind erstmalig
gleich drei Kulturregionen des Landes NRWs - Kulturregion Ruhrgebiet, Kulturregion
Rheinschiene und die Kulturregion Südwestfalen. TRANSURBAN wurde ermöglicht
durch die Human Cities-Initiative von AkzoNobel.
AkzoNobel fördert TRANSURBAN im Rahmen seiner Human Cities-Initiative als
Hauptsponsor und Partner. Diese Initiative ist eine Selbstverpflichtung des
Unternehmens, weltweit urbane Gemeinschaften zu verbessern, zu beleben und zu
regenerieren. AkzoNobel entwickelt Produkte des täglichen Bedarfs, die das Leben erleichtern und
begeistern. Wesentliche Inhaltsstoffe. Unverzichtbarer Schutz. Hochwertige Farben.
Ein breites Kooperationsnetzwerk lokaler Partner ermöglicht die Realisierung des
umfangreichen Programms. Medienpartner des Festivals ist das Magazin coolibri.


Ausstellungsansichten:


Lars Breuer, Foto: Ben Hermanni


Martin Bender
Foto: Volker Schwiddessen



Graffiti Wall of Fame, Kuhlestraße 1, 58089 Hagen.




Freitag, 22. September 2017



"About the Artist" -

Kuratiert von Ihsan Alisan Projects 
Eine Kooperation mit URBAN HEROES und TRANSURBAN

Beteiligte Künstler:
Martin Bender, Lars Breuer, Linda Nadji, Jens Westip
Ausstellung: 22.09.-19.11.2017

"
Das Osthaus Museum Hagen hat im Jahr 2017 seine Räume für
Künstlerinnen und Künstler geöffnet, die auch für ihre Projekte
im öffentlichen Raum bekannt sind. In dem Ausstellungsprojekt
„About the Artist“ wirkten Künstler mit, die im Rahmen
des URBAN HEROES Festivals 2016 Kunstwerke geschaffen
haben, die jenseits von Museumsräumen stattfanden. In der
jüngeren Kunst gibt es eine sehr beachtenswerte Orientierung
hin zum öffentlichen Raum, der gänzlich andere Möglichkeiten
der künstlerischen Arbeit bietet. Das Museum versteht sich daher
als Schnittstelle zwischen den Aktionen im öffentlichen Raum
und deren musealer Präsentation.
In unseren Museumsräumen wurden für das Ausstellungsprojekt
About the Artist größtenteils eigens konzipierte
Werke und Performances entwickelt und gezeigt. Der Hagener
Künstler Martin Bender gestaltete im Rahmen der Eröffnung am
22. September 2017 eine Wand des Osthaus Museums mit einer
Zeichnung aus Kreide und Kohle. Der Kölner Künstler Lars Breuer
trug eine weitere große Wandgestaltung bei. Von dem ebenfalls
in Hagen aktiven Künstler Jens Westip sind zwei Arbeiten auf
Pappe zu sehen. Die Kölner Künstlerin Linda Nadji präsentierte
mit vier Tänzerinnen eine hinreißende Performance, die einen
Bezug zur innerstädtischen Architektur innehatte, dergestalt,
dass ein innerer Dialog zwischen den vier Milly Steger-Figuren
am Hagener Theater stattfand.
Ich danke dem Kurator Ihsan Alisan und seinen Mitarbeitern für
dieses beherzte Projekt und würde mir wünschen, dass auch in
Zukunft diese Art der Kunst im Osthaus Museum, auch durch ihn,
präsentiert werden kann. Allen Künstlerinnen und Künstlern, die
an dem Festival und an der Ausstellung beteiligt waren, danke ich
sehr herzlich und wünsche ihnen eine erfolgreiche künstlerische
Zukunft.
Tayfun Belgin , Direktor, Osthaus Museum Hagen
"

Zitat  aus "About the Artist" von Ihsan Alisan, 
Schriften des Osthaus Museum Hagen, Band 9, 
herausgegeben von Dr. Tayfun Belgin. 


Eröffnet wird die Ausstellung am  22. September um 18.30 Uhr mit Performances von Martin Bender und Linda Nadji.

Weitere Informationen zu TRANSURBAN: www.trans-urban.de

Mittwoch, 6. September 2017




Ausstellung "Jasmin" von Frauke Dannert Eröffnung am Freitag, 8. September 2017 um 19 Uhr
Dauer: 09. September bis 7. Oktober 2017

"Jasmin" 
Duftende Pflanze und weiblicher Vorname. Frauke Dannert (*1979) poetisiert den Raum durch individuelle Assoziationen in der Ausstellung „Jasmin“ im Jagla Ausstellungsraum, die am 08.09.2017 um 19 Uhr im eröffnet wird. In einer installativen Präsentation zeigt die Künstlerin neue Collagen und Fotoarbeiten, in denen Architektur als strenge, statische Gliederung fungiert, während spielerisch florale Motive präsent sind. Die Ausstellung läuft bis zum 07. Oktober und ist die zweite von Ihsan Alisan Projects kuratierte Schau im Ausstellungsraum von Ulrike Jagla-Blankenburg. 
Frauke Dannert kreiert harmonische Bildkompositionen, die eine eigenwillige Dynamik im Raum erzeugen. Dabei verwendet sie brutalistisch anmutende Architekturfragmente von Brücken, Hochhäusern und Straßen, die sie seriell zu neuen Formen zusammenfügt und dadurch dem Betrachter weitere Ebenen im Bild öffnet. Mit einem Detailreichtum von Formen, die teilweise verortet werden können, evoziert das neue zusammengestellte Bild Lebendigkeit und hinterfragt zugleich den Umgang mit dieser Architektur. Zwischen geometrischen Linien knüpfen florale Formen an. Zudem locken kleine Formate den Betrachter an das Bild heran und entfalten ihr Antlitz, wie ein Blick durch ein Schlüsselloch. 

Wilko Austermann, Düsseldorf im August 2017 


Biografie 
Frauke Dannert, studierte an der Kunstakademie in Düsseldorf und am
Goldsmiths College in London. Ihre Werke wurden unter anderem im
Museum MARTa Herford (2013), dem Pori Art Museum Finnland (2014) und
der Kunstsammlungen der Ruhr-Universität Bochum (2014) gezeigt. Das
Märkische Museum Witten richtete ihr 2014 eine Einzelausstellung
aus. Im Herbst 2015 war sie mit einer Rauminstallation und Collagen
im Sprengelmuseum Hannover zu sehen. Darauf folgten
Einzelausstellungen im Museum Kunstpalast, Düsseldorf (2016) und dem
Kunstmuseum Luzern (2016).
Frauke Dannert erhielt zahlreiche Stipendien und Auszeichnungen,
darunter 2010 das Reisestipendium des Kunstvereins der Rheinlande
und Westfalen, Düsseldorf , 2012 das Residenzstipendium Schloss
Ringenberg des Landes NRW, den Audi Art Award 2012 sowie 2014 das
Arbeitsstipendium Stiftung Kunstfonds Bonn. Zuletzt wurde sie mit
dem Brachum Kunstpreis ausgezeichnet. Frauke Dannert ist Dorothea-
Erxleben-Stipendiatin (2017-2019) und unterrichtet ab Oktober diesen
Jahres an der HBK Braunschweig.
Ihre Werke befinden sich in bedeutenden Sammlungen wie der Sammlung
Museum Kunstpalast, Düsseldorf, Kunstsammlung NRW (Kornelimünster),
Sammlung Stadtsparkasse Düsseldorf, Sammlung Philara, Düsseldorf,
Kunstsammlung Deutsche Bundesbank, Frankfurt, Helaba Kunstsammlung
(Hessische Landesbank).
Frauke Dannert wird vertreten durch:
Galerie Rupert Pfab, Düsseldorf 
www.galerie-pfab.com und Galerie Lisa Kandlhofer, Wien www.kandlhofer.com





Fotos: Ben Hermanni